Freitag, 18. September 2015

WIr Deutschen


Sollte dieser Zeitungsartikel (Quelle Facebook) echt sein und die Autorin das so geschrieben haben wie es zu lesen ist. Dann ist das für alle Deutschen eine tolle Sache. Leider ist es auch so, das wo soviel Gutes herkommt, auch genauso viel Böses herkommt. Wo Licht ist, da ist auch Schatten.

Es ist nicht zu leugnen dass die Deutschen als Nation einen großen Teil der nationalen, kontinentalen und interkontinentalen Geschichte massiv beeinflusst haben. Zum Guten wie zum Schlechten gleichermaßen. das gilt für Russen, für Araber, für viele Völker, vielleicht in kleinerem Umfang nicht aber in der Wertigkeit.

Aber es ist halt so, dass in vielerlei Fragen und Antworten, In Problemen und Lösungen immer wieder nach Deutschland geschaut wird. Selbst wenn in bestimmten Internationalen Fragen manchesmal ordentlich gegen die politischen Verantwortlichen, auch zu Recht, vom Leder gezogen wird, (Beispiel Grichenland) erfreuen sich doch "die Deutschen" allgemein, weltweit großer Beliebtheit.

Nicht zuletzt durch die Fussball-WM in Deutschland und auch das Verhalten der Menschen in Deutschland in der anstehenden Flüchtlingsfrage.

Gastfreundschaft ist seit Jahrtausenden im germanisch/deutschen Sprachraum (ich rede bewusst nicht von nationalen/politischen Grenzen sondern von sprachlichen Grenzen) eine hochgelobte und gehaltene Tradition die weit, weit in die vorchristliche Zeit zurück geht. Ein wenig Einbußen erlitt durch kapitalistischen Gebaren und einem gesteigerten Ich-denken.

Heute erleben wir wieder eine Gastfreundlichkeit (neudeutsch: Willkommenskultur) die ihresgleichen sucht. Dem ist in keiner Form negierend zu widersprechen. Wer dies dennoch tut muss sich mehr als nur den Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit gefallen lassen.

Das Problem dabei ist, dass bestimmte Kreise, bestimmte Agitatoren von Rechts und Links das nutzen um ihre eigenen Ziele zu propagieren. Ein Handeln das nur einem dient, der Regierung. Die dadurch, dass der Fokus der Menschen auf den Flüchtlingen liegt, ihre vom Volk abgelehnten Ziele durch zusetzen vermag.

Aber der Reihe nach.

Rechte Agitatoren treten ganz offen, oder auch verkleidet, als Besorgte Bürger deutscher Rechtstaatlichkeit auf und sammeln jene um sich die sich aus den unterschiedlichsten Gründen tatsächlich Sorgen machen. Einige dieser Sorgen sind durchaus auf vernüftigen Gründen lagernd zum Ausdruck zu bringen. Andere hahnebüchender Blödsinn. Was sind das nun für Menschen die man als besorgte Bürger kennzeichnen kann? Die siche selbst auch so verstehen. Die wenigen Ausnahmen die nicht unter dem Folgenden fallen, diese wird man auch nicht wie Lämmer hinter dem braunen Mob finden, diese Ausahmen der besorgten Bürger halten sich da bedeckter. 

Doch die Meisten derer, die sich sorgen sind Bildzeitungleser, RTL-Konsumenten und Medienverführte. Personenkreise meist auch schlichten Gemüts.  Hier greift Eins ins Andere und baut ein bestimmtes Klischeebild das tatsächlich, nicht selten, genau so zutrifft.  Damit zu willfähigem Menschenmaterial rechter Agitatoren wird.

Die linken Rattenfänger handeln im Prinzip genauso. Sie suchen allerdings pseudointellektuelle Menschen die sich falsch verstanden, ob ihres  ach so intellektuellen Wissen unterfordert fühlen. Und es ist ja In, wer intellektuell sich versteht ist natürlich links. Genau darauf setzen linke Agitatoren, sie schüren die Ablehnung gegen das Eteblishment und schüren es zum Hass gegen Alles was nicht links steht. das geht dann bis zum Mittelstand zum Allerweltsbürger der nicht linke Stellungen bezieht sofort als Nazi, Faschist, Rassist, oder im günstigsten Fall, als seltendämliches Konsumopfer bezeichnet wird. Einfach nur mit dem Ziel jedwedes gesellschaftliche gefüge einfach zu zerstören. Auch wenn ich selbst mich als Anarchist verstehe und einer Zerstörung unserer Gesellschaftsform nicht grundsätzlich verweigere, so will ich sicher nicht das es durch eine linke komunistische Räterepublik oder einen faschistischen Gefüge ersetzt wird. 

Solange aber Menschen die sich Sorgen um die Zukunft der dt. Gesellschaft machen ob nun mit nachvollziehbaren Argumenten belegt oder nur aus einem Gefühl heraus in die rechtsradikale Ecke geschoben der Pegida, der NPD und weit schlimmeren Organisation faktisch zugedrängt werden, und solange liberale, gastfreundschaftliche einfach nur helfend Wollende von linken Agitatoren berieselt werden. und beide Lager sich ordentlich beharken geben sie den Politikern allen Grund zur Ausrichtung eines Polizeistaates und zur unauffälligen Durchsetzung ihrer sonst auffälligen unliebsamen Entscheidungen zum Wohle der Reichen und Mächtigen auf Kosten Aller.

Ich selbst pflege Gastfreundschaft in dem von mir gesetzten Rahmen, Ich helfe in dem von mir gesetzen Möglichkeiten. Ich erweise Toleranz in dem von mir gesetzen Bedingungen. Einigen erscheint das viel, anderen wenig, wieder andere mögen ähnliche Ansätze haben.

Ich verunglimpfe andere nicht, weil sie Afrikaner, Süd oder Osteuropäer sind auch nicht weil sie Russen Chinesen Oder Syrer sind oder auch Bulgaren Türken oder Moslems, mir ist es egal ob einer Christ oder Atheist ist, von mir aus kann er auch das fliegende Spaghettimonster anbeten. Er oder Sie kann vom Vulkan von den Klingonen abstammen... das hat nichts mit Toleranz zu tun. Es ist mir schlichtweg egal woher einer kommt welchen Glauben er hat oder ob seine Unterhosen rotblaue gestreift sind oder gelbe und grüne Punkte haben. 

Etwas angeblich zu tolerieren was nicht in den eigenen Lebensbereich eingreift, ist lediglich Geleichgültigkeit. Die Moschee drei Straßen weiter, ohne Minaret? greift die in meine Lebensweise ein? Vermindert sie meine Wohnqualität? Nein, genaus so wie das Bordell in einem Mietshaus 3 Straßen weiter in die andere Richtung meinen Lebensalltag nicht beeinflusst. Ausser ich wär da regelmässig Gast. 

drei Kirchen in unmittelbarer Umgebung meiner früheren Wohnung haben das sehrwohl,   zumal eine davon mit 70dzb zu läuten pflegte durchaus mal nach 22 uhr. Das hat mich massiv gestört. Da zeigte ich keine Toleranz, und hätte ich auch nicht gemacht bei einer Moschee mit Minarett. Natürlich waren meine Bemühungen fruchtlos und restlos wurden sie abgeschmettert. 

Toleranz bedeutet dem Anderen Raum zu geben und mich um seinetwillen zurück zu nehmen. das ist Toleranz, etwas dulden das mich nicht betrifft ist Gleichgültigkeit aber ohne negierende Wirkung auf den Betroffenen.

Gastfreundschaft ist eine Form der Toleranz und da bin ich durchaus tolerant im hohen Maße nicht gegenüber Menschen weil sie Flüchtlinge sind, sondern weil sie Hilfe brauchen die zu gewähren innerhalb meines Rahmen liegt. Der grund ist dabei unerheblich ich bevorzuge den Flüchtling nicht dem Bettler (ich meine damit nicht die Angeh. osteuropäischer Bettelorganisationen)

Aber ich bin auch besorgt. Nicht weil ich glaube die Deutschen sterben aus, oder ein Asylant besetzt einen Arbeitsplatz, den ich besetzen könnte. Auch nicht das meine Tochter vielleich Sex mit einem Neger hat. Die Isländer, die Norweger alles viel weniger Menschen, die sterben auch nicht aus. Auch nicht die Holländer und Basken... Die Deutschen? das ist eh ein Staatsvolk und keine ethnische Minderheit die gefährdet ist. 

Ich bin besorgt wie es weiter geht wenn der Welcome-Asylant-Hype vorbei ist. Wenn die achso toleranten gelangweilt wieder ihrem Alltag nachgehen. Wenn es nicht mehr achso chic ist den Flüchtlingen Unterstützung zukommen zu lassen, teilweise mit Sachen die sie überhaupt nicht brauchen. Was passiert dann wenn die dt, Verwaltung längst überfordert durch schräge Gesetzesbedingungen ihre Aufgaben zährend langsam nachkommen kann. Was passiert wenn der Krieg in den Ländern andauert oder ob die Gäste , wie es Brauch ist, dann auch wieder gehen? Natürlich bin ich darüber besorgt. Nicht das der Asylant meine Tochter vernascht, ich hab gar keine Tochter. Aber ja, es gibt Menschen die sich darüber sorgen, deswegen sind sie aber noch lange keine Rassisten. Einige sicher aber nicht per se Alle. Ich wäre auch nicht erbaut wenn ein strammer Bayer in meine Familie einheiratet. Dieselbe Rasse, ergo Rassismus fällt hier aus, doch ich mag bestimmte bayrische Eigenarten einfach nicht leiden. so wie mancher Bayer bestimmt die Preussen nicht immer mag. Aber etwas nicht mögen und für sich ablehnen und Menschen wegen Hautfarbe diskreditieren sind zwei paar Schuhe. 

Das Problem ist nicht die Menschenflut aus welchen Ländern und Kontinenten auch immer. Das Problem sind nicht die Radikalen von Rechts und Links, 

Das Problem sind 

1. die Machthaber in Politik und Wirtschaft die diese Situation  zu verantworten haben
2. die Verallgemeinrung und das Alleinlassen derer die Ängste haben.
3. der Kampf untereinander statt gegen die, die diese Situation erst schufen

wenn wir das beachten dann können wir Alle die Problembringer in die Wüste schicken. Und das löst dann erstmals mehr Probleme als es neue schafft. <- ist ne Denksportaufgabe

Dir gefällt mein Artikel ganz oder Stückweise? und du tust es mir kund - dann freue ich mich! Du behältst es für dich? das toleriere ich nicht, das ist mir nur egal. Du findest ihn so nicht richtig und hast konstruktive Anmerkungen dann toleriere ich das. Du findest den Artikel einfach nur Scheisse? behälst deine Ansicht aber für dich? dann toleriere ich das nicht, es ist mir nur egal. du findest den Artikel so richtig Scheisse und tust mir es mir aggressiv kund, dann toleriere ich das auch nicht, es ist mir scheiss egal. Konstruktives lob oder konstruktive kritik will ich gerne tolerieren, ob ich das dann teile oder nicht. Alles andere toleriere ich nicht es ist mir einfach egal.

Mittwoch, 12. August 2015

Mein Leben mit der Realität



Mein Leben mit der Realität

Wie es wirklich ist, der Alltag im direkten Umfeld mit “Multikulti“


Vorgeschichte
In den über fünfzig Jahren meines Lebens bin ich Menschen aus vielen Ländern begegnet aus allen Kontinenten. Männern, Frauen, Kindern, Alte, Junge, Große Kleine, Humorvolle, Langweiler, Machos, Warmduschern. Eben genau alles was ich auch unter Deutschen fand.
Es waren am Anfang in den 70ern, erst vereinzelte dann einige wenige. Selten mehr als fünf Leute. Es war übersichtlich. So ziemlich jeder, so auch ich kamen damit klar. Sie, die “Fremdländischen“ hatte so ihre Eigenarten, manchmal mehr manchmal weniger angenehm, aber das gab es auch mehr oder weniger unter den eigenen Landsleuten. Meine Erlebnisse waren unabhängig von der Nationalität mal gut mal durchschnittlich mal schlecht, auch hier wie mit den eigenen Landsleuten, mit einigen kam ich besser klar mit anderen weniger. Das war keine Frage der Rasse. Sondern von persönlicher und ganz selten von nationalen Klischees abhängig. Und sehr, sehr wenig mit Ereignissen historischer Art. Ganz befreit ist man davon natürlich nicht. Aber einen wirklichen Einfluss hatte das damals nicht.

Doch im Grunde war der Kontakt zu Menschen die nicht deutscher Herkunft waren eher sporadisch und kurzfristig. Freunde hatte ich keine die aus anderen Ländern kamen. Doch später fiel mir ein. Ich hatte doch Freunde, nein, eher Dauerbekannte die Ausländer waren. Ich bin ja in West-Berlin geboren und aufgewachsen. Und natürlich war ich dort wie fast alle damals regelmäßig in einer Diskothek. Dort hatte sich zwischen 1974 - 1978 eine Gruppe etabliert aus Deutschen und US-Army Soldaten. Da wurde sprachlich teilweise abenteuerlich geradebrecht, mit deutscher amerikanischer Grammatik gebeugt und dekliniert unter Zuhilfenahme von Händen und Füssen das es eine Pracht war. Schon fast eine eigene Sprache. Das wie Deutsche waren sie US Soldaten das ging dabei gänzlich verloren.   Aber die Amys gehörten ja dann doch zum westeuropäischen Kulturkreis. Doch einmal lernte ich einen Engländer kennen auch angehöriger Der Besatzungstruppen. Komisch, mit dem bekam ich mich ins kloppen, es endete unentschieden. Eine warum auch immer vorbeikommende Gruppe der britischen MP unterbrach unseren Zwist rüde wir bekamen beide eins verpasst und ihren Angehörigen der brit. Truppen nahmen sie auf rüde Art mit. Eigentlich hab ich dadurch gewonnen oder?

Aber das sind uralte Geschichten aus der Zeit zweier deutscher Staaten. Eine ausländerfeindliche Grundstimmung? Nein die kannte keiner. Es gab sicher auch ein paar Alt-Nazis die sich dieser Emotion “erfreuten“, aber selbst bei den Neonazis war das damals kein Thema. Als Schüler hatten ich eine türkische Mitschülerin das war so 1971/1972. Emine, den Namen weiß ich noch. Sie war vollständig in die Klasse integriert. Ich hatte keine Ahnung ob sie nun wirklich Türkin war oder doch Kurdin ob sie Christ oder Muslimin war. Das hat einfach niemanden interessiert. Sie gehörte zu uns. Ende.

So war damals das Leben mit Ausländern. Jugendliche interessierte einen Scheiß wo einer herkam. Passte Er oder Sie in das Selbstverständnis der Gruppe, dann war er schnell ein Teil von ihr. Und wieder Ende.

Das blieb so bis in die späten 80er Jahre dann änderte sich die Stimmung. Bildeten sich neue Tendenzen.

Sprüche die gelegentlich mal auftauchten *Kanacken ß betraf nicht nur Türken sondern Alle die aus dt. Sicht vorderasiatisch. Merkmale hatten Türken, Libanesen, Syrer, Iraner oder von wo “da Unten“ sie auch herkamen. *Nigger* dieser US-Begriff etablierte sich auch in Deutschland immer mehr, für die rechte Szene wurde das zum Thema. Nicht mehr die Besatzung durch die Alliierten war das Thema, nicht mehr Rudolf Heß der in Spandau inzwischen unter anscheinend seltsamen Umständen verstorben war. Nein, Die Ausländer wurden das Problem. Durch den Mauerfall verfiel das Thema etwas in den Jahren 1989 – 1993 etwa waren andere Themen den meisten wichtiger. Teilweise kam es 1989 sogar zu Szenen wie in Westberlin wo Deutsche und hier seit Jahrzehnten lebende Türken die “Geschwister aus dem Osten“ gemeinsam herzlich empfingen. Doch auch das verlief sich. Denn wirre Zeiten und politisches Versagen, völliges Versagen auf ganzer Linie (die Schwierigkeiten der Widervereinigung mit ihren ungeahnten Nebenwirkungen, die undurchsichtige EU Politik, und die Aussitzpolitik der Kohlregierung) taten das Ihrige. 

Es bildeten sich Subkulturen die einfach komplett allein gelassen, ignoriert wurden. In diesem Sumpf aus Ziel- und Haltlosigkeit die auch selbst keine lohnenswerten Perspektiven auf zu zeigen vermochten wucherten dann Gewächse die plötzlich wahrgenommen wurden. Auf sehr unangenehme Weise,

Das sich diese Gruppen ethnischer Herkunft dann gegenseitig bekämpften war eine zwangsläufige Folge. Aber auch das war nicht das schlimmste. Das schlimmste kam Ende der neunziger zur Jahrtausendwende. Ein neu entstandenes Gutmenschentum. Aus politischer Ahnungslosigkeit und Zeitgeisttendenz gepaart mit esoterischen Aspekten und einer feinen Nase für neue Märkte  bildete sich , man sprach von Multikulti und buntem Zusammenleben in friedlicher Koexistenz. Toleranz war plötzlich das Zauberwort, die Erlösung von allen Problemen. Und wer diesem Weg nicht bedingungslos folgen wollte war ein Nazi, ein Rassist wenn er deutscher Herkunft war. Das brachte den Rechten regen Zulauf NPD DVU REP und andere längst verbotene Gruppen sind ein Zeugnis davon. Ausländer die diesem Weg nicht folgten sich nicht zwangsintegrieren lassen wollten, waren natürlich radikale Moslems, was genau diesen wiederum Zulauf verschaffte. 

Nationale Politik, Eu-politische Maßnahmen und die immer dreister werdende US Politik auf internationalem Parkett bewirkte das Weitere. 

Die Gesellschaft differenzierte sich populistisch in immer weitere Kreise und interne geschlossene Welten von denen einige Allmachtsphantasien in vielerlei Stilblüten sich zu Eigen machten.

Was daraus wurde nennt sich heute Pegida, Afd, neue Linke, und was weiß ich noch für Grüppchen in deren Sammelbecken die kuriosesten Typen ihr Unwesen treiben. Die laut genug schreiend sich Aufmerksamkeit verschaffen.

Zusammenfassung und Selbstbeobachtung

Diese Gruben und Grabenkämpfe die überall und andauernd stattfinden, das ganze Toleranzgequatsche, welches in den meisten Fällen sich nur auf das Umfeld der „Anderen“ bezieht, selten auf das Eigene hat nichts aber auch gar nichts mit dem Alltag der Menschen zu tun. Die negativen Auswirkungen allerdings schon. Und die findet in den Köpfen statt. 

Ich selbst hatte mit “den Ausländern“ so gut wie gar nicht zu tun, mal eine Arbeitskollege mal auch zwei in einer größeren Gruppe Ablehnung kritisch Betrachtungen ethnischer Verhaltensweisen waren mir eher unbekannt. Was hatte ich damit zu tun, wie “Die“ lebten Ihr Leben in Deutschland gestalteten. Was positiv war, das fiel einem nicht auf. Das negative schon. Aber was hatte ich damit zu tun?

Im Nachhinein stellte ich aber fest. War ich lange genug mit einem Ausländer in Kontakt, egal welcher Herkunft, Rasse, Hautfarbe ich ging so mit ihm um wie er mit mir und ich vergaß einfach seine Herkunft einfach. Ich sah nicht das er dunkler war, die Nase platter oder krummer, die Augen tiefer oder was auch immer.

Dies zog sich bisher durch Alle Zeiten. Natürlich sagte ich auch mal Scheiß Kanacken, bescheuerte Muslime, Beknackte Tommys, Schwachsinnige Amis, blöde Italiener usw. usw. Das war dann immer auf einen bestimmten Vorgang bezogen Aber keine grundsätzliche Geisteshaltung. Auch kein latenter Rassismus. Dessen ich auch gelegentlich zum Opfer falle. Doch ich merke das dann auch. Aber das ist ein anderes Thema. Was Thema ist beziehungsweise zum Thema gehört ist das einem sofort Rassismus vorgeworfen wird wenn man in irgendeiner Weise Vorwürfe erhebt. Und nicht immerwährende andauernde Toleranz übt. Natürlich nur man selbst, Das Gutmenschentum ist davon nicht betroffen. Und wehe du wagst das Gutmenschentum zu kritisieren (so wie ich es gerade mache) kann das einen Shitstorm gegen dich fabrizieren der alles, wirklich alles übertrifft an Hetze was es gibt.

Mein Verhältnis zu Ausländern war also nie ein Verhältnis zu Ausländern letztendlich war es ein Verhältnis zu Menschen die als Randerscheinungen kurzfristig auftauchten und wenn es etwas intensiver war, dann sehr vereinzelt und wurden als Ausländer im klassischen Sinne einfach nicht wahrgenommen. Und das mein lieber Leser ist meines Erachtens eine gesunde Geisteshaltung.

IST-Zustand

Nun bin ich aus der Innenstadt Hannovers etwas weiter raus im Nordosten Hannovers gezogen. Hier hat es einen hohen Ausländeranteil um die 50% da gibt es Araber, Türken, Libanesen. Syrer Menschen aus Palästina, Schwarzafrika, Russland, Georgier, Ukrainer und was weiß ich von wo überall. Seit dem 22. April wohne ich hier in einem siebenstöckigen Aufgang mit 14 Mietparteien daneben noch zwei Aufgänge mit je 12 Mietparteien. Im direkten Umfeld noch etliche Häuser mit etwa gleichvielen Mietparteien pro Aufgang. Also etliche hundert Menschen in einem Radius von 500m Luftlinie.

Der Prozess der Wohnungsnahme war von einigen lösbaren aber kuriosen Begleiterscheinungen geprägt. Am Tag der Schlüsselübergabe war das Treppenhaus voller Blut da eine Frau wohl auf den Ex mit dem Messer losging. Nettes Einstiegsgeschenk.

Aber diese Frau ist längst weggezogen und dieser Aufgang ist ein sehr ruhiger und sauberer. Knapp die Hälfte ist ausländischer Herkunft. Auch der Keller ist sauber keine Beanstandungen.

Etwas fiel mir schon von Anfang an auf. Überall waren nahe der Hauseingänge Einkaufswagen eines nahe gelegenen Supermarktes vor zu finden. Ich fand heraus dass kaum einer der Leute hier über einen sogenannten Hackenporsche verfügt. Hackenporsche = Einkaufswagen den man hinter sich herzieht so eine Art Trolli 

Dies haben sich auch einige deutsche Bewohner von den ausländischen Bewohnern abgeguckt. 

Eine Eigenart die ich zwar wenig erbaulich finde mit der zu Leben aber nun wirklich nicht das Problem ist. Erstaunlicherweise sind es gerade arabische und Türkische Läden die mit solchen Trollis handeln. Gesehen aber hab ich noch keinen damit. Wenn, dann nur Deutsche wie meiner einer. 

Nicht alle Aufgänge sind so. Einige der Hausaufgänge und Keller in diesen Aufgängen sind nahezu Müllhalden. Dort wär ich sicher nicht eingezogen. Zerstörte rausgerissene Deckenplatten, zugemüllte Kellerräume, zerstörte Beleuchtung usw. 

Wer die Verursacher sind? Ich weiß es nicht. Wahrscheinlichkeiten, Vermutungen alles gut und schön. Erfahrungswerte gibt es auch, aber wissen tue ich es nicht. Ich beziehe mich ausschließlich auf eigene Beobachtungen.

Das Müllproblem:

Meine Wohnung ist nicht weit, (40m) bis zum Müllsammelplatz. Dort befinden sich drei Müllcontainer und je ein Altpapier.- und Plastikabfallcontainer. Dazu befinden sich in dem abschließbaren Areal 2 Biotonnen In unmittelbarer Nähe ein Altkleidersammelcontainer und drei Glascontainer. Also die maximale Aufwendung an Müllentsorgung auf arbeitsnahem Raum. 

Immer wieder kommt es vor, dass Mülltüten in mittleren Mengen 4 - 6 direkt vor der Tür des Müllplatzes abgestellt werden statt sie in die Container zu werfen. Meine Vermutung ist das die Müllbeutel von den Eltern mitgegeben werden und die Kinder keinen Schlüssel haben den Müllplatz zu öffnen.

Dazu kommt nächtliches abstellen von Sperrmüll. Alle 10 Tage beauftragt die Wohnungsgesellschaft eine Firma die sich diesem Problem annimmt. Das kostet Geld, was natürlich auf die Mieter umgelegt wird. Und so bezahlen viele den Eigensinn, die Faulheit und das Unwissen Einiger.

Es ist jetzt natürlich ein Leichtes zu sagen: “Das sind die Ausländer!“ Es gibt ganze zwei Indizien dass zumindest einmal ein Ausländer beteiligt war. Aber keinen Beweis. Wenn Speisereste (Brot und Melonenscheiben) vom Balkon fliegen, einmal eine volle Windel, Doch wer ist Verursacher? Es sind etwa 18 Balkone möglich.

Wenn du Eventualitäten, Wahrscheinlichkeiten und nicht haltbare Indizien außer Acht lässt, dann bleibt nichts über. Ich weiß nicht ob Asylanten, Ausländer oder Deutsche mit Migrationshintergrund oder Deutschstämmige Ausländer oder Deutsche an diesem asozialen Verhalten im Müllbereich verantwortlich sind, Es sind Nachbarn und diese Nachbarn sind Schweine, wobei dieser Begriff mur Sinngemäß gemeint ist, denn Schweine sind eigentlich wesentlich sauberer als der Begriff suggeriert. 

Schlussfolgerung

Ich bin selbst mit einer eingedeutschten Ausländerin seit über 22 Jahren verheiratet. Ich rede mit Menschen gleich welcher Herkunft. Rede ich öfter mit ihnen verwischt sich deren, sofern vorhanden, ursprüngliche Herkunft. Selbst das andere Aussehen verliert sich irgendwann. Es wird einfach nicht mehr wahrgenommen. Wenn einer eine Arschkrampe ist, dann ist er es, weil er es ist, nicht weil er aus Ostanatolien aus dem Senegal aus Russland aus Polen aus Italien oder sogar aus Bayern ist. Es verliert sich die Herkunft im Alltag völlig.
Und dennoch hab ich keine Scheu zu erkennen und zu zugeben das mir gewisse Eigenheiten mancher Völker einfach unsympathisch sind. Rassismus lässt sich da nicht vorwerfen und nachsagen.

Es gibt da, wenn man es reinzwingt tatsächlich ein Nord-Süd-Gefälle. Allerdings fängt das bereits südlich von Paderborn an. 

Es ist ein zunehmendes unbeachtetes, falsch interpretiertes Problem das ethnische Sympathie und Rassismus über einen Kamm geschert werden. Wenn ich die nordischen und nördlichen Völker Menschen ethnischen Gruppen den Südlichen bevorzuge, eben weil mir deren Eigenarten sympathischer sind, bin ich kein Rassist und andersrum genauso dasselbe gilt für Ost/West. Ein Rassist ist erst dann ein Rassist wenn er die eigene Rasse höher achtet als die anderen. Nur, und nur dann ist er ein Rassist. Und heute in unserer vernetzten Welt gibt es auch einen ideologischen, einen religiösen und einen Intellektuellen Rassismus. Und der gestaltet sich m. E. sogar oft schlimmer. 

Latente Ausländerfeindlichkeit, ja sogar latenter Rassismus wird nicht angeboren und ist auch kein Produkt rechtradikaler Parolen. Das ist eine Lüge des politischen Imperialismus. Des Systems indem wir leben. 

Rassismus ist eine Lehre, sie ist nicht angeboren, Rassismus mit all seinen Attributen und pseudoethnischen Lehrsätzen und irrwitzigen “wissenschaftlichen“ Ausführungen muss, wenn man ihn glauben will erlernt werden.

Latenter Rassismus ist ein Produkt das sich selbst bildet aus verschiedenen Komponenten, 1. Soziale Angst, 2. Unwissen und 3.politische Strukturen. Es gibt einen latenten Rassismus in allen Völkern und Nationen, unter allen Menschen vorkommend. Die Zielgruppen eines latenten Rassismus ändern sich je nach Bedarf. Aber das ist eigentlich ein eigenes Thema. Unbedacht und nebensächlich gehalten oder gleich mit Rassismus mit rechter Gesinnung in einen Topf geworfen. 

In der realen Welt des Alltags, zumindest in meiner sieht das anders aus.
Hier fragt keiner nach Multikulti, keiner faselt von Schlagworten wie kultureller Vielfalt.
Der direkte Umgang ist mehrheitlich ein gegenseitiges ignorieren. Gelegentlich gibt es eine oberflächliche Begegnungen ein Guten Tag, Moin, hey oder ähnliches das war es dann auch schon weitgehend. Das liegt aber nicht in der Hauptsache in den unterschiedlichen Kulturen, aber es wird dadurch nicht gerade minimiert. Hauptursache ist das eigentlich die Mehrheit sozusagen ihre Ruhe will. Bloß nicht dem anderen auffallen oder der andere mir. Das aber ist ein gesellschaftliches Problem kein Kulturelles. 

Manche Dinge liegen in so einer Wohnsiedlung im Argen. Einige sind Folgeerscheinungen persönlicher Umstände und Lebenssituationen, einige liegen in den automatisierten Abläufen der Wohnungsbaugesellschaften, einige an der gesellschaftlichen Sturheit, andere an persönlichem Desinteresse. Und einige wenige Ursachen sicher auch an den kulturellen Unterschieden und einer gewissen Gettobildung.

Feststellungen / Ergebnisse

Die Multikulti-Tingeltangel-Jubel-Trubel-Heiterkeits- und Spaßgesellschaft wie sie gern von manchen Kreisen propagiert wird gibt es in der Regel nicht. Wenn überkulturellen Grenzen, über persönlicher Toleranz Gemeinsamkeiten entstehen dann ist das eine gute Sache aber niemals die Regel, alles was über den Begriff Gemeinschaftlich wird, all das muss hart und langsam erkämpft werden. Multikulti ist einfach nur Blödsinn und da wo Kultur bereichert auf die Fremde da bleibt sie sich selber treu. Ab und an entstehen auch Subkulturen aber die sind selten gewinnbringend auf Dauer. Es ist auch keine Schande kulturelle Errungenschaften eines Volkes ab zu lehnen für sich, wenn man deswegen nicht gleich ganze Völker ablehnt.

Wer akzeptiert das kulturelle Annährung langsam geht und Schritt für Schritt und eben über Menschen, der kann an sich und einem gegenseitigen Verständnis wachsend arbeiten. Alles andere ist entweder Gutmenschenscheiss *ich bin ja so tolerant, jeder soll machen was er will solange er andere nicht verletzt* oder es ist blanke Ablehnung aus Unwissen oder Propagandamist.

Eigenhandhabung

Ich weiß nicht wie sich das hier weiter entwickelt, Ich hab aber die Bereitschaft mich ein zu bringen. Und auch ein Stückweit mich zurück zunehmen in einem gewissen Rahmen und doch meine Art bei zu behalten. 

Samstag, 7. März 2015

Meine Welten, deine Welten, Unsere Welt



Manchmal möchte ich in eine Welt eintauchen die so phantastisch, so völlig anders ist, als die Welt in der wir uns bewegen.

Diese eine, diese andere Welt ist eigentlich nicht eine Welt es sind viele Welten. Es gibt die Naturwelt, Die Welt der Heldenkrieger und Götter , die Welt des Friedens der Familien auch ganz futuristische Welten. Ja auch sehr persönliche Welten. Welten die man nicht mit jedem teilen möchte und auch nicht jedem mitteilen.

Jede dieser Welten bauen sich aus einem oder mehreren Idealen. Aus Wünschen, Sehnsüchten, Hoffnungen. Alle diese Welten wirken augenscheinlich besser als die Welt, die uns umgibt. 

Warum ist das so?

Weil wir diese erdachten Welten, selbst wenn wir die umgebenden Bedingungen schaffen können, diese Welten Zeit.- und Raumdimensional verlassen können. Ja sogar müssen.

Unsere Welt die uns umgibt allerdings können wir nur bedingt verlassen. Verweigern wir uns ihr ganz!? Dann hat das immer Konsequenzen und die können uns in die totale Katastrophe führen, körperlich, sozial, in unzähligen, sagen wir mal Unannehmlichkeiten des Alltags

Wir sind an unsere Welt gebunden.

Auch ich habe einige Welten in denen ich mich gerne zurückziehen mag. Einige suche ich auf unterschiedlichen Wegen auch auf. In einigen wenigen lebe ich zeitgleich zu der “realen“ Welt auch länger. Andere Welten sind mir verwehrt und ich kann sie nur in der Phantasie betreten.

Diese Welten sind von hoher Wichtigkeit. Sie bieten uns Zuflucht. Sie stehen auch mit keiner anderen Welt in Konkurrenz. Sie sind überschaubar, denn sie sind Niemals größer als unsere Phantasie. Ohne diese Welten würden wir verhungern. Gemeint ist unsere Seelen würden sterben, wir würden innerlich sterben unser Leben wäre nur noch reine Existenz.

Manchmal können wir erleben wie bei Menschen die Welten zusammen fließen. Und wenn das ungewollt, unkontrolliert, überfallartig passiert. Dann wirkt das auf uns die wir deren Welten nicht kennen im besten Falle irritierend, im schlechtesten Falle deuten wir das als „Der/Die Andere ist komplett bekloppt. Diese >Schlussfolgerung kann sogar wertfrei betrachtet den Tatsachen entsprechen. Denn wenn wir die Linien unserer Welten unüberschaubar für uns selbst ineinander laufen lassen verlieren wir komplett das Realitätsempfinden und die Fähigkeit zu unterscheiden. Und das ist dann bekloppt. Und wird uns Schaden zufügen

Das Psychologische Bild des Größenwahn ist oft ein solches anwendbares Beispiel.

Wer das Thema weiterverfolgen mag muss dieses individuell tun. Denn jeder von uns hat seine eigenen Welten mit denen er sich in der Verhältnismäßigkeit zur realen Welt auseinandersetzen muss. 

Mit viel Glück trifft man Menschen deren Welten sich mit den eignen kompatibel schalten lassen. NEIN ich rede nicht von der einzig wahren Liebe sondern von KompatibilitätsWelten wie wenn zum Beispiel Menschen an Wochenenden in die Welt der Mittelalterszene eintauchen ohne Handy, ohne Strom, TV und andere Errungenschaften der Zivilisation.

Welche Welt wir wann wie lange betreten ob nun in der Phantasie oder in körperlicher Realität können wir nur selbst bestimmen, Niemand vermag das ernstzunehmend bewerten solange man es nicht in dieser Welt gelebt hat. Aber natürlich kann ich durchaus für mich eine solche Welt ablehnen. Ich würd ja auch nie in eine vom Christentum bestimmten Alltag leben wollen wie es einige radikalorientierte christliche Gruppen leben, Ebenso nicht in der Welt des IS oder anderer Gruppen. Aber das ist nochmal ein anderes Thema. 

Ich erlaube mir jedenfalls durchaus die Welten Anderer zu bewerten, nur eben nicht allgemeingültig sondern immer nur für mich, bezogen auf mich , bezogen auf mich in dieser mir fremden Welt.